Im Rahmen von Kinderherzoperationen wird sehr häufig ein Patch (engl. Flicken) verwendet, um z. B. einen Defekt (Gewebelücke) zu verschließen oder ein verengtes Gefäß bzw. eine verengte Ausflussbahn plastisch zu erweitern, s. a. Kapitel Operationsverfahren des Vorhofseptumdefekts, Ventrikelseptumdefekts und der Pulmonalstenose und Kapitel Fallot-Korrektur.
Der Patch kann aus Kunststoffgewebe bestehen oder aus körpereigenem Perikard (Herzbeutelgewebe), das vor der Verwendung für ca. 20 Minuten in Glutaraldehydlösung zur Stabilisierung eingelegt wird.
Anschließend kann der Patch auf die benötigte Form und Größe zugeschnitten und eingenäht werden.
Die Entfernung von Perikard hat keine Folgen für die Herzfunktion. Es kann aber zu Verklebungen mit der Rückseite des Sternums (Brustbein) geben, die bei einer eventuell erneuten notwendigen Operation mühsam und zeitaufwendig durchtrennt werden müssen.
Daher wird häufig eine Kunststoffmembran als “Perikardersatz” an Stelle des entfernten Perikards (Herzbeutel) eingenäht, um Verwachsungen und Verklebungen zu vermindern.
Standardtechnik der Kinderherzchirurgie
Patch = Flicken
Material
oder
Zurechtschneiden auf benötigte Größe
Vorbehandlung Perikard
Einlegen in Glutaraldehyd-Lösung
Galerie
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Dr. med. M.
V. Ullmann
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Michael V. Ullmann
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