Verschiedene OP-Verfahren:
Rekonstruktion der Trikuspidalklappe (TK) mit Verkleinerung des rechten Vorhofes durch Plikatur (Zusammenfalten durch Nähte)
Ersatz der TK (durch Klappenprothese)
Heidelberger OP-Technik: Ventrikularisierung mit Monokuspidalisierung der Trikuspidalklappe
(Originalartikel ![]()
und Kommentar
)
Bei allen Operationsverfahren wird der Vorhofseptumdefekt (ASD), so vorhanden, in der Regel verschlossen (je nach Größe entweder durch eine Direktnaht oder mit Hilfe eines Flickens = Patch; s. a. Kapitel Patch bzw. ASD-OP).
Der Trikuspidalklappenersatz wird nur durchgeführt, wenn eine Rekonstruktion aufgrund einer ungünstigen Morphologie nicht machbar ist.
Die gängigen Rekonstruktionsverfahren gehen in der Regel mit einer Raffung der Segelansätze in Richtung des ursprünglichen Ansatzes der Trikuspidalklappe (TK) einher. Es kommt somit zu einer Verkleinerung des atrialisierten Ventrikelanteils durch Zusammenfältelung (Plikatur) bzw. Ausstülpung dieses Anteils (s. a. Galerie Ebstein-OP).
OP-Verfahren:
Mediane Sternotomie
Anschluss der HLM
Atriotomie
Ventrikularisierung mit Monokuspidalisierung der TK
Das initiale Vorgehen unterscheidet sich bei den verschiedenen Operationsverfahren nicht.
Nach medianer Sternotomie und Anschluss der Herz-Lungen-Maschine erfolgt die Eröffnung des rechten Vorhofes (Atriotomie) und Darstellung der veränderten Trikuspidalklappe.
Das Heidelberger Operationsverfahren (s. a. Galerie Ebstein-OP) unterscheidet sich von den klassischen Rekonstruktionsverfahren dahingehend, dass keine Ventrikelplikatur (Ausstülpung, Zusammenfältelung des Ventrikels) durchgeführt wird.
Vielmehr werden die herzspitzenwärts verlagerten Segelansätze abgetrennt und an ihren ursprünglichen anatomischen Ansatz durch eine sehr feine Naht wieder anheftet. Dadurch wird der vormals im rechten Vorhof gelegene Ventrikelanteil wieder dem rechten Ventrikel zugeteilt ("Ventrikularisierung").
Das meist große anteriore (vordere) Segel der Trikuspidalklappe (ATL = anterior tricuspid leaflet) wird dann in der Regel als Monokusp (Einsegel) rekonstruiert ("Monokuspidalisierung").
Der Vorteil dieser Methode ist die Vergrößerung des rechtsventrikulären Volumens durch die Rekrutierung des vormals im rechten Vorhof gelegenen Anteils des rechten Ventrikels (atrialisierter Anteil) mit Reintegration in den rechten Ventrikel (Ventrikularisierung). Damit steht mehr Muskelmasse zur Verfügung, die zur Verbesserung der (rechtsventrikulären) Herzfunktion beiträgt.
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Dr. med. M.
V. Ullmann
Praxis Dr. med.
Michael V. Ullmann
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